Ein Raum mit Rack und Steckdose ist noch kein Serverraum. Damit er die Verfügbarkeit liefert, die man von ihm erwartet, gehören einige Positionen dazu, die in der ersten Kalkulation gern fehlen.
- Redundante Klimatisierung, nicht ein einzelnes Splitgerät
- USV mit regelmäßigem Batteriewechsel und Lasttest
- Netzersatzanlage, wenn der Ausfall länger als die USV dauern darf
- Brandfrüherkennung und ein zum Raum passendes Löschkonzept
- Zutrittskontrolle mit Protokoll, nicht ein Schlüssel im Erste-Hilfe-Kasten
- Zweite Netzanbindung über einen anderen Weg ins Haus
Wenn große Datenmengen ständig zwischen Produktion und Server laufen, gewinnt die kurze Leitung. Fertigung, Videoschnitt und Messtechnik sind typische Fälle, in denen der Server dorthin gehört, wo die Arbeit passiert.
Auch bei vorhandener, abgeschriebener Infrastruktur mit funktionierendem Wartungsvertrag ist ein Umzug selten wirtschaftlich, solange nichts Grundlegendes ansteht.
Sobald Verfügbarkeit vertraglich zugesagt werden muss, wird der eigene Raum teuer. Redundanz kostet im Kleinen überproportional viel: eine zweite Klimaanlage für drei Racks kostet fast so viel wie für dreißig.
Der zweite Treiber ist Prüfbarkeit. Wenn Kunden oder Auditoren nach ISO 27001, Zutrittsprotokollen und Brandschutz fragen, ist ein zertifiziertes Rechenzentrum eine Antwort, ein Nebenraum nicht.
Häufig bleibt ein kleiner Bestand vor Ort, während alles, was von außen erreichbar sein muss oder nicht ausfallen darf, ins Rechenzentrum zieht. Das ist kein Kompromiss aus Unentschlossenheit, sondern eine saubere Aufteilung nach Anforderung.
Wenn Sie mögen, rechnen wir das gemeinsam durch, auch mit dem Ergebnis, dass Sie bleiben, wo Sie sind.